Arnold Schönberg

Für die einen der Mathematiker unter den Tonwerkern, für die anderen schlicht ein kompositorisches Genie. Das Zwölftonsystem, deren berühmstester Vertreter und maßgeblicher Mitentwickler Schönberg war, ist keineswegs nur eine theoretische Erörterung und konzeptionelle Fortentwicklung bisher bekannter Kompositionstechniken - höchstemotionale Werke wie die Oper Moses und Aron verdeutlichen dies. Schönberg schlägt die Brücke von der Klangwelt Wagners und Brahms, deren romantischen Tiefe er wie viele seiner Zeitgenossen überdrüssig war, hin zu kompositorischem Neuland und avanciert schnell zur Schlüssel- und Prägungsfigur der Neuen Musik. Alban Berg und Anton Webern waren unter seinen frühen Anhängern, später folgte u.a. Igor Stravinsky.