Nach seinem Schulabbruch im Alter von 14 Jahren kultiviert Beck David Campbell alias Beck Hansen sein verstörtes Verhältnis zur Gesellschaft, hört Blues-Platten, hängt in Cafés rum und verschlingt Biografien über seine Country-Helden. Das führt 1994 unweigerlich zu der Slacker-Hymne "Loser", die eine ganze Generation von 7-Eleven-Jüngern aus dem Tiefschlaf reist und über Nacht Depressionen in Stolz verwandelt. Wie Douglas Coupland mit der Feder, so Beck mit der Gitarre - und die Generation X hat ihren Soundtrack. Im weiteren Verlauf seiner Karriere will Beck alles, nur nicht sich stilistisch festlegen. So kommt es, dass Folk mit HipHop, Funk mit Country und Blues mit Disco verschränkt wird und sich zu irrwitzigen, teils virtuosen Abrissen moderner Popmusik überhöht.

N.G.


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