Souldiva, Motown-Flaggschiff, Schwulen-Ikone und öffentliche Quintessenz des Damentrios The Supremes, mit dem sie bis 1969 satte 12 Nr.-1-Hits in den amerikanischen Charts platzierte. Mit einem solchen Erfolgskonto im Rücken war es nur eine Frage der Zeit, wann die Solokarriere zünden würde, als sich Diana Ross 1970 von dem Trio trennt. 1972 darf sie die Jazz-Sängerin Billie Holiday in dem Hollywood-Film "Lady Sings the Blues" verkörpern und wird für den Oscar nominiert. Außerdem steuert sie den Titelsong bei, der sofort die Spitze der Charts erklimmt. Der Rest ist Geschichte, gespickt von zahlreichen Filmrollen und Hits, von denen "Upside Down", "Why Do Fools Fall In Love" und "Endless Love" sicher zu den erfolgreichsten gehören. Die Kür zur Diva erfolgt nicht zuletzt durch ihre Rolle als Vorbild und Freund Michael Jacksons. In der Supremes-Filmhommage "Dreamgirls" von 2006 wird sie verkörpert von keiner geringeren als Beyoncé Knowles, mit deren Wahl sie sich, wie es sich für eine Diva gehört, wenig zufrieden zeigte.

 

N. Glänzel


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