Eminem

Rolling Stone
Das Phänomen Eminem auf das Prädikat "erfolgreichster weißer Rapper" zu beschränken, ist sicher unzureichend. Vielmehr liegt die Faszination und zweifelsohne der Erfolg des aus Detroit stammenden Enfant Terribles in einer aufrichtigen und mit Cleverness und Witz vorgetragenen Wut gegen das Establishment. Dabei bedient er sich ausreichend autobiographischem Material, Cartoon-Phantastereien wie "Slim Shady" und Dr. Dres Beat-Künsten, die kurz vor der kompletten Nervtötung dann doch immer wieder die Kurve kriegen. Der von Anfang an steile Erfolgstrend ist nur mit dem eines Snoop Dogg zu vergleichen. Und ebenso rasant wie der Erfolg kommt der private Misserfolg: Schadensersatzklagen der eigenen Mutter wie auch der Ex-Frau kann Eminem nur mühevoll abwehren, eine Verurteilung wegen Waffenbesitz im selben Jahr allerdings nicht. Seine schwulen- und frauenfeindlichen Battles rufen schnell Bürgerrechtler auf den Plan und weitere Klagen drohen, sodass sich Eminem genötigt sieht, zu den Grammy Awards 2001 öffentlich Freundschaft mit Elton John zu schließen. Nach Plattenverkaufsrekorden, einem mehr als erfolgreichen Debüt als Schauspieler in "8 Mile" und der soliden Einführung seines Klamottenlabels dürfte die HipHop-Community mit Spannung auf das nächste Highlight im Leben des Eminem warten.
Clare Lydon
Bilder
Näheres zu Eminem
Interpret
Eminem
Vorname:
Marshall Bruce
Nachname:
Mathers III
Stadt
Detroit
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