Johnny Cash

Gospel ist das einzige, was Johnny Cash in der Kirche zusagt, die er als Kind mit seinen Eltern regelmäßig besucht. So treibt ihn der Gospel 1955 zum Vorsingen ins Studio des Produzenten und Sun Records-Gründers Sam Phillips, der bereits Elvis' und Jerry Lee Lewis´ Karriere auf die Sprünge geholfen hatte. Auch wenn dieser die Kirchenmusik des späteren King of Outlaw-Country ablehnt und stattdessen die Songs "Hey Porter" und "Cry Cry Cry" als Debüt vorsieht - und damit Cashs musikalische Identität ein für allemal festlegt - so weicht die spirituelle Tiefe, brennende Leidenschaft und gelöste Feierlichkeit des Gospel zeitlebens nicht aus Cashs Songwriting, mag es sich auch noch so sündhaft darstellen ("I shot a man in Reno, just to watch him die"). Cashs Interesse und Zuneigung gilt den Underdogs und Outlaws. Die Aufnahmen seiner Gefängniskonzerte in Folsom Prison (1968) und San Quentin (1969) gehören zu den Evangelien der Country- und Rockabilly-Szene und setzen ein deutliches Zeichen gegen Staatsmacht und Konventionen. Entgegen seines Images als Gesetzloser allerdings wird Cash tatsächlich nur einmal verhaftet; wegen Trunkenheit am Steuer. Seine Drogensucht hängt Cash Anfang der 70er an den Nagel, wird religiös, kleidet sich schwarz und verpasst sich den Zunamen "Man In Black". Als Mitglied von insgesamt drei Halls of Fame (Songwriter, Country Music und Rock And Roll), zählt Cash zu den einflussreichsten Musikern der 20. Jahrhunderts.
N. Glänzel
Näheres zu Johnny Cash
Interpret
Johnny Cash
Vorname:
Johnny
Nachname:
Cash
Bundesland
TN
Stadt
Kingsland
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