Joni Mitchell

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Wenn es um Singer-Songwriter der ersten Generation geht, steht Joni Mitchell an oberster Stelle. "Der weibliche Bob Dylan" wurde sie von eifrigen Musikjournalisten getauft, was Mitchell selbst als wenig schmeichelhaft empfand: "No one would say that Dylan is the male Joni Mitchell", ließ sie in einem Interview selbstbewußt verlauten. Ironischerweise veranlasste Mitchells Durchbruch-Album "Blue" von 1971 Bob Dylan zur Aufnahme des Songs "Tangled Up in Blue". Neben weiteren Folk-, Jazz- und Country-Größen berufen sich Legionen von Popstars auf die Inspirationsquelle Joni Mitchell und umgeben sich so mit einer Aura der Authentizität (u.a. Madonna, George Michael, Anni Lennox oder Janet Jackson). Sie schrieb mit "Woodstock" die nachträgliche Hymne zum wohl größten Initiations-Event der Hippie-Bewegung, an dem sie wegen eines Fernsehauftritts nicht teilnahm, was Mitchell später als einen der größten Fehler ihres Lebens bezeichnete. Nach insgesamt 20 Studioalben gibt Joni Mitchell 2002 ihren Rücktritt vom desillusionierenden Musik-Business bekannt, um sich der Malerei zu widmen. Ausgerechnet eine  Coffeshop-Kette kann sie 2007 zu einer weiteren Platte ("Shine") animieren.

Eric Shea


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