Neil Young

Das im amerikanischen Folk verwurzelte Songwriting von Grunge-Urvater Neil Young hat über die Jahre einen erstaunlichen Stilwandel durchlebt. Mit seiner Band Crazy Horse und elegischem Hippierock stand Young Ende der 1960er im Mittelpunkt der kalifornischen Protestbewegung. Mit den drei Longplayern "Time Fades Away" (1973), "On The Beach" (1974) und "Tonight's The Night" (1975), bei Kritik und Fans bekannt als die Doom- oder Ditch-Trilogie, zeichnet Young ein düsteres Bild von Selbsthass und Trauer über den Drogentod von Bandmitglied Danny Whitten und Roadie Bruce Berry. Mit "Zuma" kehrt er 1975 zurück zum "Schönwetter-Rock" seines Debütalbums "Everybody Knows This Is Nowhere" von 1969. "Comes A Time" (1978) ist, ähnlich wie sein insgesamt erfolgreichstes Album "Harvest" (1972), eine Huldigung an den Country-Rock, und auf "Rust Never Sleeps" präsentiert Young seine elektrischen wie akustischen Fähigkeiten gleichermaßen. In den 80er Jahren verrannte sich Young unter der Regie von Geffen Records im Spannungsfeld zwischen experimentaler Elektronik und Mainstream-Rock, um mit den Grunge-Blaupausen "Freedom" (1989) und "Ragged Glory" zu Crazy Horse, alter Form und geradem Rock zurückzukehren. Bei allem Changieren allerdings stehen durchweg zwei Grundfesten im Werkkomplex Neil Youngs: Gitarrensoli von astronomischem Format und eine Stimme, die das gebrochene Herz eines Mannes intoniert.
N. Glänzel
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Näheres zu Neil Young
Interpret
Neil Young
Vorname:
Neil
Nachname:
Young
Bundesland
ON
Stadt
Toronto
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